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Gedichte
Jahreszeiten
Irland
Gefühle
In der welt
Frühlingsfahrt durch das Ruhrgebiet
Und dennoch werden Bäume grün
trotz Rauch und Qualm und saurem Regen
und Treibhauseffekt in der Luft,
trotz Dioxin auf Giftmüllhalden
und Plastikschrott am Wiesenrain,
trotz Gifteinleitung in die Flüsse
und Schwerölaltlast auf der Flur.
Dennoch werden Bäume grün.
Leuchtend bunte Wälder
sanfte Hügel,
braune Felder,
weite Täler,
goldner Wein -
Stürme blasen,
Blätter fallen,
Flüsse schwellen
über allem
letzter warme Sonnenschein.
Sommerabend
Duftende Kamille,
leuchtendroter Mohn,
blühender Holunder,
sonnenreifes Korn,
Duft von tausend Blüten
streift durch grünes Gras
macht, daß meine Seele
ihren Schmerz vergaß.
Goldner Abendhimmel
überm stillen Feld
schenkt mir tiefen Frieden
in der lauten Welt.
Schnee auf zarten Blütenblättern-
kalt und schwer-
erdrückt das Herz.
Große, weiße Flocken fallen
auf die Knospen
auf den Schmerz.
Frühlingsahnen liegt verschwiegen in der grauen Winterluft.
Doch kein Hoffen will sich regen
ach, in meiner wehen Brust.
Das ging mit dem Schnee verloren.
Werde ich es wiederfinden-
wenn im Sommer Säfte schwellen
in den hoffnungsgrünen Linden?
Sommersonnenwende
In heller Sommernacht
ein großer, roter Mond,
still dunkler Wald,
taufeuchtes Gras
und wir -
vereint für eine kurze Ewigkeit.